Zum Inhalt

Die Geburt: gut vorbereitet, Schritt für Schritt

Niemand weiß vorher genau, wie die eigene Geburt verläuft. Aber wer die Abläufe kennt, kann besser mitentscheiden und bleibt ruhiger, wenn es losgeht. Hier finden Sie alles, sortiert nach dem, was Sie gerade brauchen.

Aktualisiert am 13. Oktober 2026 · Quellen geprüft am 13. Oktober 2026

Kurz gesagt

Die meisten Kinder kommen zwischen zwei Wochen vor und zwei Wochen nach dem errechneten Termin. Melden Sie sich bei Hebamme oder Klinik, wenn die Fruchtblase platzt oder regelmäßige Wehen alle 5 bis 10 Minuten kommen. Eine Spontangeburt dauert etwa 4 bis 18 Stunden. Rund jedes dritte Kind in Deutschland kommt per Kaiserschnitt zur Welt.

Die Geburt auf einen Blick

FrageKurze AntwortMehr dazu
Wann kommt das Baby?Meist 14 Tage vor bis 14 Tage nach dem Termin; nur etwa 4 Prozent genau am errechneten TagGeburtseinleitung
Woran merke ich, dass es losgeht?Regelmäßige Wehen alle 5 bis 10 Minuten oder BlasensprungGeburtsanzeichen
Wie fühlen sich Wehen an?Wellen: Wehe und Pause wechseln sich ab, sie werden länger und stärkerWehen
Welche Phasen gibt es?Eröffnungsphase, Austrittsphase, Pressphase, NachgeburtsphaseGeburtsphasen
Was hilft gegen Schmerzen?Bewegung, Bad, Atmung, Begleitung, Lachgas, Opioide, PDAPDA bei der Geburt
Wie oft ein Kaiserschnitt?Etwa jedes dritte Kind in DeutschlandKaiserschnitt

Quellen: gesund.bund.de, gesundheitsinformation.de (IQWiG).

Alle Ratgeber zur Geburt

Kliniktasche: die Checkliste für Geburt, Wochenstation und HeimwegPackliste nach Bereichen zum Abhaken, der richtige Zeitpunkt, Extras für Kaiserschnitt und ambulante Geburt, Liste für die Begleitperson.Geburtsplan: Ihre Wünsche für die Geburt klar und flexibel festhaltenWas ein Geburtsplan ist, die Themen von Schmerzlinderung bis erste Stunde, wie Sie ihn beim Anmeldegespräch besprechen.Geburtsplan-Vorlage: Ihre Wünsche auf einer SeiteDie Vorlage zum Ankreuzen, Abschnitt für Abschnitt, mit Formulierungen, die im Kreißsaal gut ankommen.Geburtsanzeichen: geht es jetzt los?Die echten Geburtsanzeichen, die Faustregel für den Weg in die Klinik und die Warnzeichen, bei denen Sie sofort anrufen.Wehen: welche Art ist das, und was jetzt?Übungswehen, Vorwehen, Senkwehen, Eröffnungs- und Presswehen im Vergleich, Abstände zählen und was gegen den Schmerz hilft.Blasensprung: Die Fruchtblase ist geplatzt, was jetzt?Erkennen, ob es Fruchtwasser ist, die ersten Schritte, Farbe und Geruch, Blasensprung ohne Wehen und wann eine Einleitung angeboten wird.Die Geburtsphasen: was wann passiertLatenzphase, aktive Eröffnungsphase, Austreibungsphase und Nachgeburtsphase mit Muttermundweite, Dauer und Tipps für jede Phase.Geburtspositionen: frei wählen, was Ihnen guttutPositionen für Wehen und Pressphase im Überblick, was die Forschung zu aufrechten Positionen zeigt, mit PDA und mit Begleitperson.PDA bei der Geburt: was Sie wissen solltenSo funktioniert die PDA, wie gut sie wirkt, häufige Nebenwirkungen in Zahlen, Walking-PDA und andere Möglichkeiten der Schmerzlinderung.Geburtseinleitung: wenn das Baby auf sich warten lässtTerminüberschreitung, die Empfehlungen der deutschen Leitlinie, Methoden der Einleitung, Dauer, Nebenwirkungen und Ihre Fragen an die Klinik.Kaiserschnitt: Ablauf, Erholung und ehrliche AntwortenGründe, Ablauf im OP, Bonding, die ersten Tage, Wochenfluss und Erholung nach dem Kaiserschnitt, mit Checkliste und Warnzeichen.Die Kaiserschnitt-Narbe: Heilung, Pflege und WarnzeichenHeilung Woche für Woche, Pflege der Naht, Taubheit und Wulst, Narbe nach einem Jahr und die Anzeichen einer Infektion.Glückwünsche zur Geburt: Texte, die von Herzen kommenÜber 50 selbst geschriebene Kartentexte nach Anlass und Ton, dazu die Regeln für den ersten Besuch und Geschenkideen, die wirklich helfen.

Vorbereiten: was in den letzten Wochen zählt

Die Geburtsvorbereitung beginnt nicht erst mit den Wehen. gesund.bund.de nennt als wichtigste Punkte: eine Hebamme suchen, den Geburtsort wählen, offene Fragen klären und die Zeit danach planen. Konkret:

Eine vertraute Begleitperson zählt dabei mehr, als viele denken. Eine Cochrane-Übersicht mit über 15 000 Frauen fand, dass Frauen mit kontinuierlicher Unterstützung häufiger spontan gebaren, seltener Schmerzmittel brauchten und die Geburt seltener negativ erlebten (Bohren und Kollegen, 2017).

Ihre Rechte und Ihre Entscheidungen

Die deutsche S3-Leitlinie „Vaginale Geburt am Termin" empfiehlt, Gebärende zu ermutigen, sich zu bewegen und die Position einzunehmen, die für sie am angenehmsten ist. Ob Sie mit oder ohne PDA gebären, vaginal oder per Kaiserschnitt: Es ist Ihre Geburt. Fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas unklar ist. Ein Kaiserschnitt ist laut gesundheitsinformation.de nur bei weniger als 10 von 100 Fällen aus zwingenden Gründen nötig; in allen anderen Fällen wird gemeinsam abgewogen.

Ist das normal? Wann anrufen?

Ist das normal?

Unregelmäßige, harte Bauchphasen in den letzten Wochen, ein Schleimpfropf, der abgeht, oder Wehen, die wieder nachlassen: All das kann normal sein und bedeutet nicht, dass Sie sofort losfahren müssen. Im Zweifel rufen Sie im Kreißsaal an, auch nachts.

Für Partner und Partnerin

Für die Partnerin oder den Partner

Ihre wichtigste Aufgabe: da sein. Lesen Sie den Geburtsplan, kennen Sie den Weg zur Klinik, zählen Sie mit dem Wehen-Timer die Abstände, reichen Sie Wasser, massieren Sie den Rücken und sprechen Sie für sie mit dem Team, wenn sie das möchte.

Was Eltern fragen

Wann muss ich in die Klinik?

Laut gesund.bund.de, wenn die Fruchtblase platzt oder Fruchtwasser austropft oder wenn regelmäßige Wehen im Abstand von 5 bis 10 Minuten auftreten. Rufen Sie vorher im Kreißsaal an, dort sagt man Ihnen, ob Sie kommen sollen.

Wie lange dauert eine Geburt?

Eine Spontangeburt dauert nach gesund.bund.de etwa 4 bis 18 Stunden, beim ersten Kind meist etwas länger als bei weiteren Kindern. Die frühe Eröffnungsphase kann sich über Stunden oder Tage ziehen.

Muss ich Schmerzen einfach aushalten?

Nein. Niemand muss Schmerzen aushalten, wenn sie unerträglich werden, schreibt gesund.bund.de. Von Bewegung, Bad und Atmung bis zur PDA gibt es viele Möglichkeiten, die Sie vorher mit Ihrer Hebamme besprechen können.

Quellen

  1. gesund.bund.de (Bundesgesundheitsministerium) — Geburt (Anzeichen, Wehenarten, Phasen, Schmerzlinderung, Kaiserschnitt) geprüft am 13. Oktober 2026
  2. gesund.bund.de — Geburtsvorbereitung (Kliniktasche, Schmerzerleichterung, Wochenbett) geprüft am 13. Oktober 2026
  3. gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Wann kommt ein Kaiserschnitt infrage? geprüft am 13. Oktober 2026
  4. AWMF — S3-Leitlinie Vaginale Geburt am Termin (015-083), Langfassung geprüft am 13. Oktober 2026
  5. NHS — Signs that labour has begun (wann sofort anrufen) geprüft am 13. Oktober 2026
  6. Bohren M. A. et al. (2017), Cochrane — Continuous support for women during childbirth (PMID 28681500) geprüft am 13. Oktober 2026
  7. NHS — Your baby's movements (sofort anrufen, wenn sie nachlassen) geprüft am 13. Oktober 2026

Mamavela informiert; dieser Ratgeber ersetzt weder Ihre Hebamme noch Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Kinderärztin, die Ihre Situation kennen. Rufen Sie im Zweifel dort an. Im Notfall: 112.

Weiterlesen